Der Grammy-nominierte Countertenor Andreas Scholl erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter der Kulturpreis des Landes Hessen, der ECHO Klassik, der Gramophone Classical Music Award und der Edison-Preis. Er war der erste Countertenor, der bei der Last Night of the Proms auftrat.
In seiner drei Jahrzehnte umspannenden Karriere hat er eine Reihe außergewöhnlicher Solo-Alben veröffentlicht, darunter Wanderermit Tamar Halperin; das Purcell-Album O Solitude mit der Accademia Bizantina, Arias for Senesino, Heroes mit Arien von Händel, Mozart, Hasse und Gluck, Robert Dowlands A Musicall Banquet, Arcadia, Wayfaring Stranger mit dem Orpheus Chamber Orchestra, Bach-Kantaten mit dem Kammerorchester Basel und Vivaldi-Motetten mit dem Australian Brandenburg Orchestra. Seine Diskografie umfasst darüber hinaus Händels Solomon und Saulmit Paul McCreesh, Vivaldis Stabat Mater und Caldaras Maddalena ai piedi di Cristo
Zu seinen DVD-Veröffentlichungen zählen Produktionen von Giulio Cesare, Rodelinda und Partenope.
Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen Aufführungen von Händels Giulio Cesare in konzertanter Fassung mit Cecilia Bartoli und in einer Neuproduktion für das Theater Ostrava; Konzerte mit Pergolesis Stabat Mater mit Divino Sospiro in Madrid, mit Red Dot Baroque in Singapur und mit dem Ensemble Barrocada in Israel und in der Türkei; Konzerte und Meisterkurse beim Kyiv Baroque Fest; eine Tournee mit Werken von František Ignác Tůma mit dem tschechischen Ensemble Baroque beim Prager Frühling in Brno und Holešov; Caldaras La concordia de’ pianeti beim Znojmo Music Festival; Duo-Rezitale mit dem Lautenisten Edin Karamazov; das Projekt If music be the food of love mit Maarten Engeltjes und dem Ensemble PRJCT Amsterdam sowie Konzerte mit dem Programm Invocazioni Mariane mit der Accademia Bizantina (erschienen auf CD bei naïve).
Seine Paraderolle Giulio Cesare sang er bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt sowie am Théâtre des Champs-Élysées und bei den Salzburger Festspielen 2012 (auch dort an der Seite von Cecilia Bartoli). Als Bertarido (Rodelinda) gab er sein Debüt beim Glyndebourne Festival und an der Metropolitan Opera (an der Seite von Renée Fleming). In Konzerten trat er u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchester, dem Concertgebouworkest, dem Boston Symphony Orchestra und allen führenden Barockorchestern der Welt auf.
Er ist regelmäßiger Gast bei zahlreichen Kammermusikensembles, darunter das Kammerorchester Basel, das Zürcher Kammerorchester, die Tel Aviv Soloists und das Vienna Morphing Orchestra, mit dem er sich intensiv mit den Werken von Arvo Pärt auseinandersetzte – auch eine gemeinsame Einspielung ist geplant.