Bayreuth Baroque Opera Festival
Boris Kehrmann
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Boris Kehrmann wurde 1963 in Hamburg geboren. Er studierte in Zürich und Albany, New York Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturkritik, Geschichte und Theatre Studies. Seine dokumentarische Biografie über den Regisseur Walter Felsenstein belegte als „Buch des Jahres“ 2015 Platz 2 in der internationalen Kritiker-Umfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“. Zuletzt sind umfangreiche Studien zur Wagner-Rezeption in der DDR und den Kontinuitäten der Operette im 20. Jahrhundert sowie Aufsätze zu Jacques Offenbach sowie Opern vom Barock bis zur Gegenwart erschienen.

Kehrmann war Regieassistent für Schauspiel, Oper und Musical an der Landesbühne Rheinland-Pfalz sowie am Staatstheater Saarbrücken. Seit 1993 arbeitete er als freier Publizist für Musik und Theater. Er war Autor und Dramaturg des Rundfunkchores Berlin, Redakteur der TheaterGemeinde Berlin sowie Mitglied der Kritiker-Jury der Fachzeitschrift „Opernwelt“.

An der Deutschen Oper Berlin konzipierte er gemeinsam mit Andreas K.W. Meyer in Zusammenarbeit mit der Theater Gemeinde Berlin 2005 die innovative Veranstaltungsreihe Opernwerkstatt, die er bis 2013 leitete. Beim Rundfunkchor Berlin erregten Projekte mit internationalen Künstlern aller Spartenb Aufsehen. Mit dem Choreografen Lars Scheibner arbeitete er bei Rodion Shchedrins Der versiegelte Engel und Gustav Holsts Savitri, letzterer 2010 im Berliner Techno-Tempel Berghain zusammen. Mit dem Komponisten Christian Jost kooperierte er 2006 bei Angst und 2014 bei LOVER, einer west-östlichen Kooproduktion mit dem U Theatre Taipeh.

Er gehörte zum Team des niederländischen Regisseurs Rogier Hardemann bei Sir John Taveners 8-stündigem Nachtritual The Veil of the Temple 2007 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst, erarbeitete eine Neusicht auf Richard Strauss‘ Chorwerk für das Projekt Richard Strauss und die Antike unter Michael Gläser 2011 im Berliner Neuen Museum sowie eine kontroverse Neudeutung des Passionsberichts des Matthäus von Ernst Pepping für den Dokumentartheater-Spezialisten Hans-Werner Kroesinger, die 2011 auch zur „chor.com“ Dortmund eingeladen wurde. Viele dieser Projekte sind bei Coviello Classics auf CD dokumentiert.

Gastengagements führten Kehrmann unter anderem an die Semperoper Dresden und zu den Bach Tagen Berlin. Im Helmut-Metz-Verlag erschienen seine Bücher über die Staatsoper Berlin und die Komische Oper Berlin.

Seit 2014 arbeitet er als Dramaturg am STAATSTHEATER KARLSRUHE, wo er eine Ausstellung der unveröffentlichten Wagner-Partituren Felix Mottls, eines der musikalischen Assistenten der ersten Festspiele 1876, kuratierte, ein Buch zum Ring der Vielfalt, dessen Dramaturg er war, herausgab und die Reihe Oper am Klavier ins Leben rief.

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