Bruno de Sá
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Bereits während des Studiums in seiner Heimat Brasilien war der Countertenor Bruno de Sá als Knabe in Weills Der Jasager im Kulturzentrum SESC Belenzinho, São Paulo zu hören. In der folgenden Saison sang er in Scott Joplins Treemonisha, die Sopransoli in Bachs Johannes- und Matthäuspassion am Teatro Amazonas in Manaus und debütierte 2015 als Sesto (La clemenza di Tito) am Teatro São Pedro in São Paolo, wo er seitdem auch als Gherardino (Gianni Schicchi), Harry (Albert Herring), Cherubino (Le nozze di Figaro) und als Erste Dame (Die Zauberflöte) zu erleben war. In Händels Messiah und in Rossinis Petite messe solennellegab er 2016 mit der Internationalen Chorakademie in Lübeck sein Deutschlanddebüt und gewann den ersten Preis beim 14. Concurso Brasileiro de Canto „Maria Callas“ in São Paulo.

Beim 20. Festival Amazonas de Ópera trat er als Hirte (Tannhäuser) und als Solist in Triunfo da Voz, einem Konzert zu Ehren des Kastraten Farinelli, sowie als Alberto in Giuseppe Balduccis selten gespielter Oper Il noce di Benevento in São Paulo auf. 2017 erhielt er Silber bei der 2. Manhattan International Music Competition und gewann 2018 beim 19. Concorso Spiros Argiris beim Sarzana Opera Festival.

Am Theatro Municipal de São Paulo sang er als Solist in Bernsteins Chichester Psalms sowie in John Adams Oper El niño und feierte mit seiner Interpretation des Aci in Giovanni Bononcinis Polifemo unter der musikalischen Leitung von Dorothee Oberlinger in Potsdam und Bayreuth Erfolge.

In der 2019/20 wurde Bruno de Sá ins Opernstudio des Theater Basels aufgenommen, wo er die Rolle der kleinen Meerjungfrau in der Uraufführung von Jherek Bischoffs Andersens Erzählungen und Barbarina (Le Nozze di Figaro) unter der Leitung von Christian Curnyn sang. Als Sesto (Giulio Cesare) war er in der Regie von Peter Konwitschny und unter Michael Hofstetter an der Oper Halle sowie als Isacio in Hasses Irene mit dem Helsinki Baroque Orchestra unter Aapo Häkkinen im Musiikkitalo Helsinki und am Theater an der Wien zu erleben.

Mit Beginn der Spielzeit 2020/21 debütierte er beim Bayreuth Baroque als Berardo in Carlo il Calvo von Porpora unter der Regie von Max Emanuel Cencic und unter der Leitung von George Petrou. Die Produktion wurde dann in einer Konzertversion im Theater an der Wien und im Concertgebouw in Amsterdam präsentiert.

Jüngste Engagements beinhalten das Barockpasticcio Sehnsucht in der Regie von Andreas Rosar und unter der Leitung von Philip Armbruster am Theater Dortmund, die Rolle des Abel in Scarlattis Il primo omicidiounter der Leitung von Philippe Jaroussky in Metz, Versailles, Montpellier, Versailles und Salzburg sowie Volusio in Hasses Cajo Fabricio mit Martyna Pastuszka und {oh!} Orkiestra Historyczna in Gliwice und Wien. Zudem singt er Nerone in Händels Agrippina in Drottningholm unter Francesco Corti.

Bruno de Sá ist Exklusivkünstler von Erato/Warner Classics. 2020 gewann er den Oper! Award in der Kategorie „Bester Nachwuchskünstler“. Im selben Jahr gab er sein Debüt beim Bayreuth Baroque Opera Festival.

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