BRUNO DE SÁ
Roma Travestita
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16
Sep 2022

BRUNO DE SÁ

Roma Travestita

Francesco Corti | Il Pomo d’Oro

Freitag, September 16, 2022 | 19:30 Uhr
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

1 Pause (30 Min.) nach dem 1. Teil (Dauer ca. 40 Min.) Gesamtdauer ca. 2h

Die Sopranstimme des brasilianischen Sängers Bruno de Sà verfügt nicht nur über eine erstaunliche Höhe, sondern auch über eine Biegsamkeit und Wendigkeit, die sich spielend den waghalsigsten Partituren fügt und dank ungemeiner Ausdruckskraft jeder Arie emotionale Tiefe verleiht. Seine mächtige und zugleich sanfte Stimme, gepaart mit einer außergewöhnlichen Intensität und Musikalität, macht Bruno de Sà zu einer Ausnahmeerscheinung auf den Bühnen dieser Welt.

In dem Programm Roma Travestita widmet sich der junge Künstler der römischen Oper zwischen den Jahren 1720 und 1760. Da es Frauen zu dieser Zeit im Kirchenstaat untersagt war, als Schauspielerinnen oder Sängerinnen öffentlich aufzutreten, und man trotzdem nicht auf den Genuss von Opernaufführungen verzichten wollte, mussten Kastraten in die weiblichen Rollen schlüpfen; und derart maskiert verdrehte so mancher Kastrat seinem männlichen Publikum den Kopf. Montesquieu zum Beispiel berichtet aus seinem Aufenthalt in Rom: „Ein junger Engländer, der einen dieser Kastraten für eine Frau hielt, entbrannte in rasender Liebe zu ihm, und man ließ ihn in dieser Leidenschaft mehr als einen Monat lang schmachten.“ Viele der bedeutendsten Komponisten der Zeit ließen es sich nicht nehmen, den gefragten männlichen Sängerstars „weibliche“ Arien über Liebe und Eifersucht, Freude und Schmerz in die Kehle zu komponieren. Gemeinsam mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro unter Francesco Corti leiht Bruno de Sà den Bühnenheldinnen von Alessandro Scarlatti, Antonio Vivaldi, Giuseppe Arena und vielen anderen seinen strahlenden und berührenden Sopran.

Unser Medienpartner Bayerischer Rundfunk überträgt dieses Konzert im Hörfunk am 27.9.2022 um 20.05 Uhr.

PROGRAMM

Instrumental

Alessandro Scarlatti (1660–1725)

Sinfonia aus Telemaco (1718)

„Dì che sogno, o che deliro“
Arie der Griselda aus Griselda (1721)

Antonio Vivaldi (1678–1741)
„Senza l’amato ben“
Arie der Leocasta aus Il Giustino (1724)

„Per noi soave e bella”
Arie der Arianna aus Il Giustino (1724)

Arcangelo Corelli (1653–1713)
Triosonate op. 3 Nr. 5 in d-Moll

Grave. Andante – Allegro – Largo – Allegro

Giuseppe Arena (1713–1784)
„Del sen gl’ardori nessun mi vanti“
Arie der Deidamia aus Achille in Sciro (1738)

Nicola Antonio Porpora (1686–1768)
„Vorresti a me sul ciglio“

Arie der Giuditta aus Carlo il Calvo (1738)

 

PAUSE

 

Gioacchino Cocchi (1712–1796)
„Timida pastorella“
Arie der Adelaide aus Adelaide (1743)

Johann Adolph Hasse (1699–1783)
„Non mi chiamar crudele“
Arie der Sestia aus Cajo Fabricio (1732)

Baldassare Galuppi (1706–1785)
Concerto a quattro Nr. 3 in D-Dur

Maestoso – Allegro – Andantino

Gaetano Latilla (1711–1788)
„Vanne barbaro alle selve“
Arie der Ersilia aus Romolo (1739)

Antonio Vivaldi
Sinfonia aus Il Giustino

Allegro – Andante – Allegro

Niccolò Piccinni (1728–1800)
„Furie di donna irata“
Arie der Marchesa Lucinda aus La buona figliuola (1760)

 

Bruno de Sà Sopran
Francesco Corti Musikalische Leitung
Il Pomo d’Oro

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