DOROTHEE OBERLINGER
Der Markgräfin Haus- und Hofmusik
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02
Sep 2021

DOROTHEE OBERLINGER

Der Markgräfin Haus- und Hofmusik

Olga Watts | Axel Wolf

Donnerstag, September 2, 2021 | 19:30 Uhr
Markgräfliches Opernhaus

Am Hofe der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth wurde eifrig musiziert. Nach einem enttäuschenden Start in der neuen Heimat nahm die ursprünglich aus Berlin stammende Tochter des Soldatenkönigs ab 1732 das Kulturleben Bayreuths selbst in die Hand. Schon bald hatte sie an ihrem Hof ein kulturelles und intellektuelles Zentrum geschaffen, das bis heute als eine Hochblüte der Bayreuther Stadtgeschichte gilt. Als weitläufig gebildete Frau wusste Wilhelmine genau über die neuesten Strömungen und Entwicklungen der europäischen Musikwelt Bescheid, und bei festlichen Konzerten konnte man die Werke der zeitgenössischen Komponistengrößen hören. Aber auch außerhalb der Öffentlichkeit widmete sich Wilhelmine der Musik, verfasste Opernlibretti, komponierte eigene Werke und vervollkommnete ihre Fähigkeiten an der Laute, indem sie bei Virtuosen wie Silvius Leopold Weiss und Adam Falckenhagen Unterricht nahm.

Die bekannte Blockflötistin Dorothee Oberlinger widmet sich in diesem Konzert gemeinsam mit dem Lautenisten Axel Wolf und der Cembalistin Olga Watts diesem reizvollen und musikalisch-neugierigem Flair am Hofe Wilhelmines. „Man muss die Grenzen des Instruments ständig ausloten, um ausdrucksvoll spielen zu können“, sagt Virtuosin Oberlinger, die über 100 verschiedene Blockflöteninstrumente besitzt. Ihr technisches und gestalterisches Können beweist sie dabei nicht nur in Werken berühmter Barockkomponisten wie Telemann, Bach und des großen Flötisten Johann Joachim Quantz – auch lässt sie eine der wenigen erhalten gebliebenen Kompositionen Wilhelmines von Bayreuth selbst erklingen.

Dorothee Oberlinger – Blockflöte
Olga Watts – Cembalo
Axel Wolf – Laute

 

PROGRAMM

Georg Philipp Telemann (1681–1767)
Sonate in C-Dur für Altblockflöte und Basso continuo TWV 41:C5 (aus den Essercizii musici)
Adagio. Allegro. Adagio. Allegro – Larghetto – Vivace

Johann Joachim Quantz (1697–1773)
Sarabande in G-Dur für Blockflöte solo

Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
Sonate in e-Moll für Bassblockflöte und Basso continuo Wq 124
Adagio – Allegro – Menuett

Silvius Leopold Weiss (1686–1750)
Präludium in Es-Dur für Laute solo (aus dem London Manuscript)

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Sonate in g-Moll für Altblockflöte und Basso continuo (nach der Sonate in e-Moll BWV 1034)
Adagio ma non tanto – Allegro – Andante – Allegro

PAUSE

Adam Falckenhagen (1697–1754)
Sonate für Laute solo op. 1, Nr. 1
Largo – Allegro un poco – A tempo giusto

Johann Sebastian Bach
Allemande aus der Partita in a-Moll für Flöte solo BWV 1013

Wilhelmine von Bayreuth (1709–1758)
Sonate in a-Moll für Flöte und Basso continuo
Affettuoso – Presto – Allegro

Johann Sebastian Bach
Chaconne aus der Partita in d-Moll BWV 1004, Bearbeitung für Cembalo solo von Lars Ulrik Mortensen

Michel Blavet (1700–1768)
Sonate in e-Moll für Flöte und Basso continuo op. 2, Nr. 3
La dʼHérouville. Adagio – Allemanda. Andante – Rondeau. Lʼinsinuante. Gratioso – Le Mondorge. Tambourin I. Presto – Tambourin II – Giga. Allegro

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