Maximiliano Danta

Chaos und Ordnung
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Samstag
05
Sep. 2026
Samstag, September 5, 2026
14:00
Konzert

Maximiliano Danta

Chaos und Ordnung

Gerd Amelung | I Porporini

Schlosskirche Bayreuth

Wo Licht ist, da fällt Schatten. Wo Ordnung herrscht, da droht das Chaos. Diese Gegensatzpaare durchdringen weltanschauliche Konzeptionen seit Anbeginn der Menschheit und reichen tief in die mythische und mystische Vergangenheit aller Kulturen zurück. Doch kaum eine Epoche rang so sehr mit der Erhellung des Dunklen wie das 17. Jahrhundert, jene Zeit, in der sich die europäische Aufklärung vorbereitete. Wo Caravaggio in seinen Gemälden die Beziehung zwischen Licht und Schatten neu ergründete, da experimentierten Theaterkomponisten mit neuen Formen des musikalischen Dramas und mit der klanglichen Ausgestaltung des Hellen und des Dunklen, des geordneten Maßes und der ungestümen Leidenschaft.

In dem Konzert Chaos und Ordnung begibt sich der vielfach preisgekrönte uruguayische Countertenor Maximiliano Danta gemeinsam mit Gerd Amelung und dem Ensemble I Porporini auf eine Reise durch das große musikalische Welttheater des 17. Jahrhunderts: Agostino Steffani beispielsweise experimentierte in seiner Oper La Niobe mit ungewöhnlichen Klangfarben zur Gestaltung einer Sphärenharmonie, während der aus Venedig stammende Komponist Cristoforo Caresana in seiner Kantate Il Narciso der heftigen Leidenschaft des mythischen Narziss für sein eigenes flüchtiges Spiegelbild musikalisch nachspürt. Und Francesco Cavalli lässt im Prolog seines Giasone den leuchtenden Sonnengott selbst zu Wort kommen, doch die Schattenseiten der Liebe und das undurchdringlichste Gefühlschaos klingen beizeiten betörender als Ordnung und Licht.

Mit Werken von Francesco Cavalli, Agostino Steffani, Cristoforo Caresana, Georg Friedrich Händel u.a.

Maximiliano Danta Countertenor
Gerd Amelung Musikalische Leitung und Cembalo
I Porporini

PROGRAMM

Francesco Cavalli (1602–1676)
„Non m’è patria l’Olimpo“
aus der Oper L’Ormindo (Venedig 1644)

Biagio Marini (1594–1663)
Sonate IV für Solovioline (per sonar con due corde)
aus Sonate, symphonie, canzoni, passe’mezzi, baletti, corenti, gagliarde e retornelli op. 8 (Venedig 1629)

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
„Siete rose rugiadrose“
Kantate HWV 162

Johannes Schenck (1660–etwa 1717)
Sonate VI für Viola da gamba: Chaconne
aus Tyd en Konst-Oeffeningen op. 2 (Amsterdam 1688)

Agostino Steffani (1654–1728)
„Inopportuno arrivo“
aus der Oper Niobe, regina di Tebe (München 1688)

Antonio Vivaldi (1678–1741)
Sonate für Violine op. 2/2
Preludio a capriccio – Corrente – Adagio – Giga

„Hò nel petto un cor sì forte“
aus der Oper Il Giustino RV 717 (Rom 1724)

Georg Friedrich Händel
Chaconne in G-Dur HWV 435

„Venti, turbini, prestate“
aus der Oper Rinaldo HWV 7a/7b (London 1711)

Carl Friedrich Abel (1723–1787)
Triosonate in G-Dur für Viola da Gamba, Violine und Basso continuo AbelWV C66
Allegro ma non troppo – Andantino – Tempo di Minuetto

„Frena le belle lagrime“
aus dem Pasticcio Sifare (London 1767)

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