Jarosław Thiel
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Jarosław Thiel studierte Cello an den Musikhochschulen in Poznań und Łódź; außerdem absolvierte er ein Aufbaustudium an der Universität der Künste in Berlin in der Barockcelloklasse von Phoebe Carrai und Markus Möllenbeck (mit Auszeichnung).

Seine künstlerische Tätigkeit ist geprägt von der Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis. Er tritt regelmäßig als Solist und Kammermusiker auf und war bereits Gast bei zahlreichen polnischen und internationalen Festivals für Alte Musik. Thiel hat mit den wichtigsten polnischen Ensembles für Barockmusik zusammengearbeitet. Mehrere Jahre war er Erster Cellist des Dresdner Barockorchesters, und seit 2006 ist er Mitglied des Festspielorchesters Göttingen. Darüber hinaus hat er mit anderen führenden deutschen Ensembles wie dem Cantus Cölln, der Akademie für Alte Musik Berlin und der Gaechinger Cantoray zusammengearbeitet.

In den letzten Jahren tritt Jarosław Thiel auch zunehmend als Dirigent auf. Seit 2006 ist er künstlerischer Leiter des Wrocław Baroque Orchestra – die Aufnahmen des Ensembles unter seiner Leitung wurden mit dem Fryderyk-Preis in der Kategorie „Phonographisches Debüt des Jahres“ ausgezeichnet und mehrfach für diesen Preis nominiert. Seit 2017 ist er außerdem stellvertretender Programmdirektor beim Nationalen Forum für Musik (NFM).

Jarosław Thiel ist Professor für historisches Cello an der Musikhochschule in Poznań. Außerdem gibt er Meisterkurse im Rahmen des Festivals Varmia Musica in Lidzbark Warmiński. 2017 erschien sein mit Katarzyna Drogosz aufgenommenes Album mit Beethovens Cellosonaten op. 5 und den Variationen WoO 45 (CD Accord); es wurde für den Fryderyk-Preis 2018 nominiert. Im Jahr 2020 erschien eine Aufnahme des Wrocław Baroque Orchestra unter der Leitung von Jarosław Thiel mit Werken von Karol Kurpinski, Feliks Ignacy Dobrzyński und Stanisław Moniuszko (CD Accord), die für den Internationalen Klassikpreis 2022 nominiert wurde. In diesem Jahr ist sein neuestes, unter seiner Leitung eingespieltes Album Johann David Heinichen – Dresden Vespers erschienen, aufgenommen mit dem Wrocław Baroque Orchestra und dem Ensemble Polyharmonique (Weltersteinspielung; Accent).

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