Bayreuth Baroque Opera Festival
Lautten Compagney
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Die lautten compagney BERLIN ist eines der renommiertesten und kreativsten deutschen Barockensembles.

Seit mehr als drei Jahrzehnten faszinieren die Konzerte unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Katschner ihre Zuhörer. Mit ansteckender Spielfreude und innovativen Konzepten übersetzen die ‚Alten Musiker‘ die Musiksprache des Barock immer wieder mühelos ins Heute. Ganz gleich ob als solistisches Kammerensemble oder als Opernorchester, stets überwindet das Ensemble dabei Grenzen und sucht die Begegnung mit neuen Klängen und anderen Künsten.

Für seine aufregenden musikalischen Brückenschläge wurde das Ensemble u. a. mit dem ECHO Klassik 2010 (Timeless) und dem Rheingau Musikpreis 2012 ausgezeichnet.

Die lautten compagney ist regelmäßig zu Gast auf bedeutenden nationalen und internationalen Konzertpodien und Festivals wie Konzerthaus Berlin, Gewandhaus Leipzig, Concertgebouw Amsterdam, Wiener Musikverein, Warschauer Philharmonie, bei den Händel-Festspielen Halle, Rheingau Musik Festival, Mosel Musikfestival, Lucerne Festival, Oude Muziek Festival Utrecht, Winter in Schwetzingen und bei den Tagen Alter Musik in Herne.

Eine große Leidenschaft des Ensembles gilt dem Musiktheater und besonders den Werken Georg Friedrich Händels. So eroberte Händels Serse auf einer Neuseeland-Tournee 2011 Publikum und Presse gleichermaßen im Sturm. Bei den Händelfestspielen Halle 2017 präsentierten sie Händels Oper Giustino mit der Mailänder Marionetten-Compagnie Carlo Colla e Figli. Sie sorgte ebenso für Begeisterung wie die Vorgängerproduktion Rinaldo, die u. a. bei in Karlsruhe, Ludwigsburg und Bad Lauchstädt gastierte und 2015 bei Arthaus Musik als Film erschien.

Als einziges großes deutsches Barockensemble widmet sich die lautten compagney auch der historischen Bühnenkunst: nach Händels Parnasso in Festa in der Regie von Sigrid T’Hooft 2018 folgen 2019 zwei weitere Produktionen: Haydns Lo Speziale wird in der Regie von Nils Niemann zusammen mit dem Teatru Manoel Malta, dem Liebhabertheater Großkochberg und dem Theater Vorpommern gezeigt, und bei den Händelfestspielen Halle wird Niels Badenhop Händels Alcina realisieren.

Große Werke der geistlichen Vokalmusik erarbeitet die lautten compagney mit international renommierten Vokalensembles, die ihre musikalische Entdeckungsfreude teilen. Zusammen mit amarcord entstand eine von der Kritik gefeierte Interpretation von Monteverdis Marienvesper (Claudio Monteverdi – Marienvesper, dhm/Sony 2014) sowie eine Einspielung der Bach-Motetten in einem ungewöhnlich farbigen Klangbild (J.S. Bach – Die Motetten, dhm/Sony 2012). Mit dem Calmus Ensemble Leipzig gelang ein frischer Blick auf Bachs Choräle (Bacharkaden, Carus 2013).

Zahlreiche weitere CD-Veröffentlichungen dokumentieren den außerordentlichen Rang und die Vielfalt des künstlerischen Schaffens der lautten compagney. Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Ensemble hierbei mit Dorothee Mields; mittlerweile fünf CDs dokumentieren dies: Love Songs, Love’s Madness, Wie schön leuchtet der Morgenstern, La dolce vita und War & Peace. 2015 erschien die erste Hörbuchproduktion des Ensembles gemeinsam mit der Schauspielerin Eva Mattes: Die Reisen des Marco Polo ODER Nichts über China (dhm/Sony).

Nach Timeless 2010 (dhm/Sony) mit Musik von Tarquinio Merula und Philip Glass folgten 2018 gleich zwei Crossover-Alben: Misterio mit Werken von Astor Piazzolla und Heinrich Ignaz Franz Biber und War & Peace, mit Musik aus der Zeit des 30jährigen Kriegs sowie den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, die sowohl als CD als auch im Konzert überaus positives Echo finden.

Zweimal jährlich lädt die lautten compagney zu AEQUINOX ein, den Musiktagen zur Tag-und-Nachtgleiche im brandenburgischen Neuruppin. Herausragende Künstler wie New York Polyphony, Mechthild Großmann oder Simone Kermes sind dann in familiärer Atmosphäre live zu erleben. Fern von jeder Festivalroutine entstehen so musikalische Freiräume und offene Begegnungen zwischen Musikern und Publikum.

2019 feiert die lautten compagney ihr 35jähriges Bestehen. Sie blickt auf eine ausgesprochen reiche und intensive Zeit zurück, in der sie wiederholt ihre Wandlungsfähigkeit auf höchstem künstlerischen Niveau unter Beweis gestellt hat: vom Lautenduo, gegründet in der DDR in einer Zeit, zu der Historisch Informierte Aufführungspraxis ein heiß diskutiertes Feld meist als „Müsligeiger“ belächelter Spezialisten war, hat sich das Ensemble nach der Wende zu einer gefragten Kammermusik- und Opernformation entwickelt – nicht zuletzt Wolfgang Katschners Händel-Preis von 2004 dokumentiert dies. Seit über zehn Jahren zählt die lautten compagney nun zur europäischen Spitze der Barockensembles; die neueste Selbsterfindung des Ensembles schlägt sich in den bahnbrechenden Repertoire-Kombinationen und intelligenten Wort-Musik-Programmen nieder. So gesehen stellt die lautten compagney auch die Avantgarde des klassischen Musikbetriebs dar: abseits oft bemüht wirkender Programme mit zeitgenössischer Musik lädt sie ihr Publikum regelmäßig dazu ein, die „Klassische Musik“ neu zu erfahren und Wahrnehmungsschranken zu überwinden.

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