Max Emanuel Cencic
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Als äußerst vielseitiger Künstler setzt sich Max Emanuel Cencic, der seine musikalische Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben begann, für die Wiederentdeckung der Musik des 18. Jahrhunderts ein. Er singt an den großen Opern- und Konzerthäusern sowie bei führenden Festivals auf der ganzen Welt und arbeitet regelmäßig mit so renommierten Dirigenten wie William Christie, René Jacobs, Ottavio Dantone, George Petrou, Christophe Rousset, Emmanuelle Haïm und Riccardo Muti zusammen. Als künstlerischer Leiter von Parnassus Arts Productions bringt Max Emanuel Cencic in Vergessenheit geratene Werke des italienischen Barocks wieder zur Aufführung, etwa Vincis Artaserse, Gismondo, re di Polonia und Catone in Utica. Die Einspielungen dieser Opern wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Echo Klassik, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d’or. Ebenso sehr überzeugte Max Emanuel Cencic mit seinen Solo-CDs, darunter Venezia mit Glanzstücken der venezianischen Oper, Rokoko mit Arien aus dem Œuvre von Johann Adolf Hasse und Arie Napoletane. Viele seiner Auftritte werden durch TV-Sender wie Mezzo und Arte Concert dokumentiert. Anlässlich des 250. Todestages von Nicola Porpora im Jahr 2018 erschienen eine CD-Aufnahme von Germanico in Germania mit Max Emanuel Cencic in der Titelpartie und das Soloalbum Nicola Porpora — Opera Arias, das mit einem Diapason d’or ausgezeichnet und für die International Opera Awards 2019 nominiert wurde. 2017 gab Max Emanuel Cencic mit einer Arienmatinee sein Debüt bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Weitere Höhepunkte waren Nerone (L’incoronazione di Poppea) an der Berliner Staatsoper, Malcom (La donna del lago) — in der erstmaligen Interpretation dieser Rolle durch einen Countertenor — in Lausanne, Zagreb und Wiesbaden und Arsamene (Serse) bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe. Am Theater an der Wien war er in der Saison 2018/19 in konzertanten Aufführungen in den Titelrollen in Vincis Gismondo, re di Polonia und Vivaldis Orlando furioso zu hören. 2019 gab er an der Wiener Staatsoper sein Rollendebüt als Polinesso (Ariodante). Als Sänger feierte der Träger des französischen „Ordre des Arts et des Lettres“ 2017 sein 35-jähriges Bühnenjubiläum. Sein Repertoire umspannt dabei alle Epochen von Monteverdi bis Aribert Reimann. Im Mai 2021 gab er in vier verschiedenen Rollen in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies Oper Le soulier de satin sein Debüt an der Opéra National de Paris. Seit seiner Inszenierung von Hasses Siroe an der Opéra Royal in Versailles im Jahr 2014 tritt Max Emanuel Cencic auch als Regisseur in Erscheinung. Neben Wiederaufnahmen von Siroe in Wiesbaden, Budapest, Versailles, Lausanne, Athen und am Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth inszenierte er Arminio und Serse bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe, La donna del lago in Lausanne, Zagreb und Wiesbaden sowie Polifemo bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Seit 2020 ist er Intendant des Bayreuth Baroque Opera Festivals.

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